Pittsburgh, 7. Mai 2026, 12:04 Uhr (EDT)
Aaron Rodgers, der Quarterback auf dem freien Markt, wird ab Freitag die Pittsburgh Steelers besuchen und bleibt auch am Wochenende – ein Zeichen dafür, dass das Team nach langem Zögern bei der Entscheidung um den wichtigsten Kaderplatz endlich einen Plan für 2026 festlegen könnte. Quellen berichteten ESPN, dass Rodgers voraussichtlich in dieser Saison für Pittsburgh spielen wird.
Die Uhr tickt. Pittsburghs freiwillige Offseason-Workouts – organisierte Teamaktivitäten – starten am 18. Mai. Laut CBS Sports hatte das Management der Steelers gehofft, vor dem Draft eine Entscheidung von Rodgers zu bekommen, aber diese Frist verstrich ohne Ergebnis. Jetzt hoffen sie auf eine Antwort, bevor die OTAs beginnen.
Falls Rodgers zurückkommt, würde der neue Steelers-Coach Mike McCarthy den erfahrenen Quarterback bekommen, mit dem er länger zusammengearbeitet hat als mit jedem anderen – genau dann, wenn Pittsburgh seine neue Offensive einführt. Die Steelers gaben McCarthys Verpflichtung als ihren 17. Head Coach am 27. Januar bekannt. Laut Team-Biografie verbrachte McCarthy 11 Saisons gemeinsam mit Rodgers in Green Bay.
Das Geld bleibt der Knackpunkt. Letzten Monat belegte Pittsburgh Rodgers mit einem Unrestricted-Free-Agent-Tender – eine selten genutzte Taktik, die Optionen offenhält, falls er geht, und dem Team nach einer Frist exklusive Verhandlungsrechte sichert. Steelers-Präsident Art Rooney II erklärte gegenüber NFL Network, dass es dabei eigentlich um einen Kompensationspick gehe, also einen zusätzlichen Draft-Pick, den ein Team bekommen könnte, falls Rodgers wechselt. „Wir erwarten das nicht, aber man weiß ja nie“, sagte Rooney. Nfl
Rodgers rechnet laut Reuters mit einer Gehaltserhöhung von 10 % gegenüber seinem Gehalt 2025 – 13,65 Millionen Dollar – was das Grundgehalt für das nächste Jahr auf etwa 15 Millionen Dollar anheben würde. Das Medium wies auch darauf hin, dass der NFL Network-Bericht vom Donnerstag nahelegt, dass Rodgers zu diesem Tender-Betrag wohl kaum spielen wird, was den Druck auf beide Seiten erhöht, eine umfassendere Einigung zu erzielen.
Dennoch ist noch nichts endgültig. Laut NFL.com merkte Rapoport an, dass noch kein Vertrag unterschrieben wurde und riet zur Vorsicht, bis alles unter Dach und Fach ist; er nannte es zudem „schwer vorstellbar“, dass Rodgers für 15 Millionen Dollar aufläuft. Das Risiko, dass alles scheitert, ist offensichtlich: Ein Treffen könnte die Verhandlungen voranbringen, aber es sichert weder das Gehalt, noch die Garantien oder Rodgers’ Engagement für eine 22. NFL-Saison. Nfl
Pittsburgh hat es nicht gerade eilig, weiterzuziehen, aber sie haben gehandelt. Die Steelers wählten mit dem 76. Pick Drew Allar von Penn State und holten ihn in eine Quarterback-Gruppe, zu der bereits Will Howard und Mason Rudolph gehören. Tom Arth, der Quarterbacks-Coach des Teams, sagte, Allars „sehr hohes Potenzial“ sei aufgefallen. Dennoch bezeichnete NFL.com es als schwer vorstellbar, dass Allar bis 2026 für große Schlagzeilen sorgt. Nfl
Für den Moment scheint Rodgers also immer noch die offensichtliche kurzfristige Lösung zu sein. CBS Sports wies darauf hin, dass die Steelers noch keinen Top-Quarterback in der Free Agency verpflichtet haben, und sagte, wenn Rodgers bereit ist, gehöre ihm der Job erneut. Andernfalls schrumpfen die Optionen auf Rudolph, Howard oder Allar. Laut CBS gibt es auch einige Gerüchte über Rodgers und die Arizona Cardinals – das ist ein externer Aspekt, den man im Hinterkopf behalten sollte.
Rodgers bringt mehr als nur einen großen Namen mit. Reuters stellte fest, dass er in Pittsburgh eine weitere Saison mit mindestens 3.000 Passing Yards und 20 Touchdowns im Jahr 2025 absolvierte, womit er auf Platz vier der NFL-Geschichte bei Passing Touchdowns und auf Platz fünf bei Passing Yards steht. Kein Wunder also, dass die Steelers ihn behalten haben – trotz seines Alters und einer schwierigen Situation.
Der Besuch an diesem Wochenende könnte die Pattsituation auflösen und die Verhandlungen wieder auf einen normalen Vertragsaustausch zurückführen. Pittsburghs Priorität ist derzeit einfach: Rodgers ins Trainingszentrum holen, McCarthy mit seinem Quarterback zusammenbringen und May aus der Gerüchteküche aufs Spielfeld bringen.