Rom, 8. Mai 2026, 15:14 MESZ
Regen stoppte am Freitag die Spiele im Foro Italico und verzögerte Alexanders Zverevs Auftaktmatch bei den Italian Open. Der Deutsche sollte in der zweiten Runde auf Daniel Altmaier treffen, doch beide mussten auf dem Campo Centrale warten. Laut ATP wurde das Spielgeschehen auf allen Plätzen gegen 14 Uhr Ortszeit unterbrochen, und keine Partie sollte vor 15:30 Uhr MESZ wieder aufgenommen werden.
Die Verzögerung wiegt besonders schwer – Rom ist eines der letzten großen Sandplatzturniere vor Roland Garros, und die Auslosung meint es mit Zverev nicht gut. In den Turniernotizen vom Freitag wurde das Rom-Duell als Zweitrundenbegegnung geführt, wobei Zverev in den bisherigen Aufeinandertreffen mit 3:1 gegen Altmaier führt.
Die Unterbrechung bringt einen ohnehin schon vollen Centre-Court-Spielplan durcheinander. Novak Djokovic, der in Rom seinen siebten Titel anstrebt, soll gegen den kroatischen Qualifikanten Dino Prizmic antreten – allerdings erst, wenn Zverev und Altmaier fertig sind. Mehr Regen und der Zeitplan könnten schnell ins Wanken geraten und die Matches bis spät in den Tag verschieben.
Altmaier musste für diesen Sieg tief graben. Im zweiten Satz lag er 3:5 und 15/40 zurück, sah sich bei eigenem Aufschlag zwei Matchbällen gegenüber und wehrte beide ab, dann kämpfte er sich mit 4:6, 7:6(3), 6:4 gegen Zhang Zhizhen durch. Das ist sein erster ATP Masters 1000-Sieg in dieser Saison; Masters 1000-Turniere stehen im ATP-Kalender direkt unter den Grand Slams.
Zverev geht als Nummer 2 der Setzliste und mit den besseren Statistiken nach Rom. Laut ATP-Medien hat er in dieser Saison eine Bilanz von 26:8 und auf dem römischen Sand eine von 27:7, gekrönt von Titeln 2017 und 2024. Ihren Notizen zufolge steht er seit Paris bei Masters 1000-Turnieren bei 19:5; jede dieser fünf Niederlagen kassierte er gegen Jannik Sinner.
Zverevs Sandplatzsaison dreht sich immer wieder um Sinner. Nach der 1:6, 2:6-Klatsche gegen Sinner im Madrid-Finale am Sonntag gab der Deutsche zu: „Gegen Sinner zu spielen ist im Moment einfach so schwer. Er lässt uns keine Chance.“ Reuters
Manuel Traquete von Last Word on Tennis sieht Zverev auf dem Weg zu einem routinierten Sieg gegen Altmaier und schreibt, er habe „keinen Grund“, nicht erneut weit zu kommen bei einem Turnier, das er schon zweimal gewonnen hat. In der Vorschau wurde auch darauf hingewiesen, dass Zverev bei den ersten vier Masters 1000-Stationen 2026 dreimal im Halbfinale und einmal im Finale stand. Last Word On Sports
Sky Sports hob das Duell Daniel Altmaier gegen Alexander Zverev in der zweiten Runde der Internazionali BNL d’Italia hervor und kennzeichnete das rein deutsche Aufeinandertreffen – eines der Topspiele des Turniers – auf seiner Live-Tennis-Seite.
Dies ist nicht einfach nur ein bedeutungsloses Match auf dem Spielplan. Altmaier hat Zverev tatsächlich Anfang dieses Jahres in Acapulco geschlagen. Die ATP weist darauf hin, dass er immer noch auf seine erste dritte Runde in Rom wartet – er hat sich gerade so durch sein Auftaktmatch gekämpft und dabei zwei Matchbälle abgewehrt. Ein Sieg über den an Nummer 2 gesetzten Spieler würde Altmaier in einen exklusiven Kreis bringen: Seit Fabio Fognini 2017 hat niemand mehr einen der beiden Topgesetzten in der ersten Runde von Rom rausgeworfen.
Zverevs Hauptsorge? Rhythmus. Regenunterbrechungen können den frühen Schwung zerstören, und Altmaier, wenn man danach geht, wie er sich ins Match gekämpft hat, wird sich an einem langen Kampf nicht stören. Keine guten Nachrichten für alle, die nach dem einseitigen Madrid-Finale auf ein schnelles Comeback gehofft hatten.
Der Rest des Feldes beobachtet dasselbe Wettergebiet. Djokovic steht wieder auf dem Platz, Sinner jagt weiterhin die begehrte Rom-Trophäe für seinen Masters-Satz, und Zverev will auf Sand ein Ausrufezeichen setzen – alles in diesen zwei Wochen gebündelt. Aber im Moment zählt nur eins: Warten, bis der Regen aufhört, damit Zverev und Altmaier endlich anfangen können.